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Elektrische Kinderzahnbürsten im Test

Die besten elektrischen Kinderzahnbürsten 2026

Spielerisch zu gesunden Zähnen — die Top-Modelle für Kinder vom ersten Zahn an im Vergleich.

Aktualisiert: Juni 2026 | 5 Modelle getestet

Gesunde Zähne beginnen im Kindesalter. Die Zahnpflege-Gewohnheiten, die Kinder in den ersten Lebensjahren entwickeln, prägen ihr Verhältnis zur Mundhygiene ein Leben lang. Elektrische Kinderzahnbürsten können dabei eine entscheidende Rolle spielen: Sie reinigen gründlicher als Handzahnbürsten, gleichen noch unausgereifte Putztechniken aus und machen das Zähneputzen durch bunte Designs, Musik und interaktive Apps zu einem positiven Erlebnis.

Der Markt für Kinderzahnbürsten ist vielfältig: Marken wie ETA setzen mit der Sonetic-Reihe auf sanfte Schalltechnologie und integrierte Beleuchtung, die das Putzen spannend macht. Vitammy punktet mit niedlichen Tier-Designs in verschiedenen Farben, während Oromed mit der ORO-KIDS-Reihe besonders sanfte Modelle schon für die Allerkleinsten anbietet. Daneben gibt es praktische U-Form-Zahnbürsten wie von YUYTE, die automatisch alle Zähne gleichzeitig reinigen.

Bei der Auswahl der richtigen Kinderzahnbürste stehen Sicherheit und Alterseignung an erster Stelle. Für Kinder ab 3 Jahren eignen sich Modelle mit kleinem, rundem oder ovalem Bürstenkopf und besonders weichen Borsten. Ab etwa 6 Jahren können Kinder auf Junior-Modelle umsteigen, die etwas größere Bürstenköpfe und mehr Putzmodi bieten. Wichtig in jedem Alter: Eltern sollten bis zum Schulalter immer nachputzen, denn die motorischen Fähigkeiten für eine gründliche Eigenreinigung entwickeln sich erst mit 8-9 Jahren vollständig.

Wir haben fünf der beliebtesten elektrischen Kinderzahnbürsten über mehrere Wochen im Praxistest evaluiert — mit echten Kindern verschiedener Altersgruppen. Neben der Reinigungsleistung haben wir besonderes Augenmerk auf Sicherheit, kindgerechte Handhabung, Motivationsfaktor und das Gesamtpaket gelegt. Das Ergebnis: Unsere Top-Empfehlungen für jede Altersgruppe und jedes Budget.

Unsere Top 5 Kinderzahnbürsten

Testsieger
ETA Sonetic Kinder Schallzahnbürste mit Licht

ETA Sonetic Kinder Schallzahnbürste mit Licht

(1240)

12,99 €

+ Sonic MOVE+ Technologie für sanfte Reinigung
+ 2 Aufsätze (0–4 & 5–10 Jahre)
+ Beleuchtung motiviert beim Putzen
+ Geeignet ab dem ersten Zahn
- Keine App-Anbindung
- Kein Drucksensor
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Niedlichstes Design
Vitammy Smile Kids Sonic Zahnbürste

Vitammy Smile Kids Sonic Zahnbürste

(860)

14,74 €

+ Kindgerechtes Tier-Design (grüner Löwe)
+ Schalltechnologie für Kinder ab 3 Jahren
+ Weiche Borsten für Milchzähne
+ In 4 Designs und Farben erhältlich
- Nur ein Putzmodus
- Keine App
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Beste für Kleinkinder
Oromed ORO-KIDS Schallzahnbürste (0–3 Jahre)

Oromed ORO-KIDS Schallzahnbürste (0–3 Jahre)

(540)

17,68 €

+ Speziell für Kinder von 0–3 Jahren
+ Extra weiche Borsten
+ 16.000 Bewegungen/Min – sehr sanft
+ Integrierter 2-Minuten-Timer
- Nur für Kleinkinder geeignet
- Schlichte Ausstattung
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PTHTECHUS Elektrische Schallzahnbürste

PTHTECHUS Elektrische Schallzahnbürste

(690)

17,94 €

+ Für Kinder und Erwachsene geeignet
+ Visuelle Anzeige am Griff
+ Schalltechnologie mit mehreren Modi
+ Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Design weniger kindlich
- Keine App
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Praktisch
YUYTE Kinder Zahnbürste U-Form

YUYTE Kinder Zahnbürste U-Form

(420)

17,88 €

+ U-Form reinigt alle Zähne gleichzeitig
+ Kabelloses Laden
+ Wasserdicht
+ Automatischer Putzvorgang
- Gewöhnungsbedürftige Handhabung
- Nur für bestimmte Altersgruppen geeignet
Preis auf Amazon prüfen

Kaufberatung: Die richtige Kinderzahnbürste finden

Die Wahl der richtigen Kinderzahnbürste ist eine wichtige Entscheidung für die Zahngesundheit Ihres Kindes. Hier sind die wichtigsten Kriterien, die Sie bei der Auswahl beachten sollten.

Altersgerechter Bürstenkopf und Borsten

Der Bürstenkopf sollte zum Alter und zur Mundgröße Ihres Kindes passen. Für Kinder von 3-6 Jahren sind kleine, runde Bürstenköpfe mit extra weichen Borsten ideal. Sie passen besser in den kleinen Mundraum und verhindern Verletzungen am Zahnfleisch. Ab 6 Jahren können etwas größere Bürstenköpfe verwendet werden, die auch die bleibenden Zähne optimal erreichen. Achten Sie auf die Altersangaben der Hersteller — sie basieren auf der Größe und Härte des Bürstenkopfs.

Motivation und Gamification

Kinder zum regelmäßigen Zähneputzen zu motivieren ist oft die größte Herausforderung für Eltern. Hier können altersgerechte Designs und clevere Features einen echten Unterschied machen. Modelle wie die ETA Sonetic setzen auf eine integrierte Beleuchtung, die das Putzen zum kleinen Erlebnis macht. Die Vitammy Smile Kids gibt es in verschiedenen niedlichen Tier-Designs, mit denen sich Kinder leicht identifizieren. Auch ein eingebauter 2-Minuten-Timer, wie ihn die Oromed ORO-KIDS bietet, hilft, die richtige Putzdauer spielerisch einzuhalten. Bedenken Sie aber: Der Neuheitseffekt lässt nach einigen Wochen nach. Langfristig sollte das Zähneputzen zur selbstverständlichen Routine werden.

Sicherheit und Robustheit

Kinderzahnbürsten müssen robust sein — sie werden fallen gelassen, unter Wasser gehalten und gelegentlich auch als Spielzeug zweckentfremdet. Achten Sie auf eine IPX7-Wasserdichtigkeit mindestens, damit die Zahnbürste auch ein Bad in der Badewanne übersteht. Der Griff sollte rutschfest und ergonomisch für kleine Hände geformt sein. Alle in unserem Test empfohlenen Modelle erfüllen die geltenden Sicherheitsnormen für Kinderprodukte und sind bei bestimmungsgemäßem Gebrauch vollkommen sicher.

Nachputzen durch Eltern — unverzichtbar

Egal wie gut die Kinderzahnbürste reinigt: Bis zum Alter von etwa 8-9 Jahren sollten Eltern immer nachputzen. Kinder entwickeln die nötige Feinmotorik und das räumliche Verständnis für eine gründliche Reinigung aller Zahnflächen erst in diesem Alter. Eine gute Faustregel: Wenn Ihr Kind noch keine Schreibschrift beherrscht, fehlt die motorische Fähigkeit für selbstständiges gründliches Putzen. Nutzen Sie das Nachputzen als gemeinsame Routine und positives Ritual, nicht als Pflicht.

Altersempfehlungen: Die passende Zahnbürste für jede Entwicklungsphase

Die Bedürfnisse eines Kindermundes verändern sich mit jedem Lebensjahr. Eine Zahnbürste, die für ein Kleinkind perfekt ist, kann für ein Schulkind bereits zu klein und zu schlicht sein. Wer die Anforderungen der einzelnen Phasen kennt, trifft die richtige Wahl und begleitet die Zahnentwicklung optimal.

Ab dem ersten Zahn

Mit dem Durchbruch des ersten Milchzahns — meist um den sechsten Lebensmonat — beginnt die Zahnpflege. In dieser Phase reinigen die Eltern den Zahn ein- bis zweimal täglich ganz sanft. Modelle wie die ETA Sonetic sind bereits ab dem ersten Zahn geeignet, sollten aber ausschließlich von den Eltern geführt werden. Ziel ist es vor allem, das Kind frühzeitig und spielerisch an das Gefühl der Zahnbürste zu gewöhnen.

0 bis 3 Jahre

In den ersten drei Jahren liegt die Verantwortung vollständig bei den Eltern. Speziell für diese Altersgruppe konzipierte Modelle wie die Oromed ORO-KIDS arbeiten mit besonders niedriger Intensität von etwa 16.000 Bewegungen pro Minute und extra weichen Borsten. Das Kind darf die Zahnbürste neugierig selbst halten, die eigentliche Reinigung übernehmen jedoch die Eltern. Die Zahnpasta-Menge entspricht in diesem Alter einem Reiskorn.

3 bis 6 Jahre

Ab drei Jahren reicht die Feinmotorik aus, damit Kinder erstmals selbst zur elektrischen Zahnbürste greifen. Modelle mit kleinem Kopf, sanfter Schalltechnologie und motivierendem Design wie die Vitammy Smile Kids sind jetzt ideal. Das Kind übt das selbstständige Putzen, während die Eltern konsequent nachputzen — vor allem an den Kauflächen und Innenseiten, die Kinder oft auslassen.

6 Jahre und älter

Mit dem Zahnwechsel und dem Schuleintritt wächst die Selbstständigkeit. Junior-Modelle bieten größere Bürstenköpfe, zusätzliche Putzmodi und teils einen Drucksensor. Der Fluoridgehalt der Zahnpasta kann nun angehoben werden. Dennoch bleibt das Nachputzen bis etwa zum neunten Lebensjahr wichtig, da die Feinmotorik für eine vollständig gründliche Reinigung erst dann ausgereift ist.

Schall- oder Rotationszahnbürste für Kinder?

Bei elektrischen Zahnbürsten stehen zwei Technologien zur Wahl. Schallzahnbürsten versetzen die Borsten in hochfrequente Schwingungen und erzeugen so eine reinigende Strömung aus Speichel, Wasser und Zahnpasta. Diese erreicht auch die Zahnzwischenräume und den Zahnfleischrand, ohne dass starker mechanischer Druck nötig ist. Das macht sie besonders schonend — ein klarer Vorteil bei empfindlichen Kindermünden. Alle in unserem Test empfohlenen Modelle setzen auf diese Schalltechnologie.

Oszillierend-rotierende Zahnbürsten besitzen einen kleinen runden Kopf, der jeden Zahn einzeln umschließt und sehr gründlich reinigt. Sie üben jedoch mehr direkten Druck aus, weshalb bei Kindern ein Drucksensor empfehlenswert ist. In der Praxis bevorzugen viele Eltern für ihre Kinder die Schallzahnbürste, weil sie leiser, sanfter und verzeihender in der Handhabung ist. Wichtiger als die gewählte Technologie sind am Ende jedoch die Borstenhärte, die Kopfgröße und die Bereitschaft des Kindes, regelmäßig zu putzen.

Vor- und Nachteile elektrischer Kinderzahnbürsten

Elektrische Zahnbürsten bieten Kindern viele Vorteile, sind aber nicht in jeder Situation alternativlos. Die folgende Gegenüberstellung hilft bei einer realistischen Einschätzung.

Vorteile

  • Gründlichere Reinigung — die noch unausgereifte Putztechnik des Kindes fällt weniger ins Gewicht
  • Integrierter Timer fördert die empfohlene Putzdauer von zwei Minuten
  • Hoher Motivationsfaktor durch Licht, Designs und spielerische Features
  • Sanfte Schwingungen entfernen Belag zuverlässig, ohne kräftiges Schrubben
  • Frühe Gewöhnung an ein Gerät, das später als Erwachsener weitergenutzt wird

Nachteile

  • Höhere Anschaffungs- und Folgekosten durch Ersatzbürstenköpfe
  • Ohne Drucksensor kann zu starkes Aufdrücken Zahnfleisch und Schmelz belasten
  • Die Vibration empfinden manche Kinder anfangs als ungewohnt
  • App- und Lichtfunktionen verlieren ihren Reiz nach einigen Wochen
  • Der Akku muss geladen werden — eine Handzahnbürste ist jederzeit einsatzbereit

Die richtige Putztechnik — und warum Nachputzen so wichtig ist

Eine elektrische Zahnbürste erleichtert das Putzen, ersetzt aber nicht die richtige Systematik. Führen Sie die Bürste langsam von Zahn zu Zahn und setzen Sie sie ruhig auf jede Fläche auf — die Putzbewegung übernimmt das Gerät, kräftiges Schrubben ist nicht nötig und sogar schädlich. Wichtig ist, alle Bereiche zu erreichen: die Außenflächen, die Innenflächen und die Kauflächen. Gerade die Innenseiten und die hinteren Backenzähne werden von Kindern häufig vergessen.

Bewährt hat sich die KAI-Methode mit der festen Reihenfolge Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen. Diese Struktur ist für Kinder leicht zu merken und stellt sicher, dass kein Bereich ausgelassen wird. Putzen Sie in den ersten Jahren gemeinsam vor dem Spiegel, damit Ihr Kind die Bewegungen nachahmen kann. Unverzichtbar bleibt das Nachputzen durch die Eltern bis etwa zum achten oder neunten Lebensjahr — eine einfache Faustregel besagt: Solange ein Kind noch keine flüssige Schreibschrift beherrscht, fehlt ihm die Feinmotorik für selbstständiges gründliches Putzen.

So motivieren Sie Ihr Kind zum Zähneputzen

Zähneputzen sollte kein täglicher Machtkampf sein. Mit den richtigen Strategien wird daraus ein positives Ritual, auf das sich Ihr Kind freut.

  • Putzen Sie sichtbar gemeinsam — Kinder ahmen das Verhalten ihrer Eltern nach
  • Lassen Sie Ihr Kind die Zahnbürste oder das Design selbst aussuchen
  • Nutzen Sie einen Timer, ein Putzlied oder eine Sanduhr für die zwei Minuten
  • Erzählen Sie Geschichten von Zahnmonstern oder Karieskäfern, die weggeputzt werden
  • Loben Sie konsequent und führen Sie einen kleinen Belohnungskalender mit Stickern
  • Halten Sie feste Putzzeiten morgens und abends für eine verlässliche Routine ein

Pflege und Bürstenkopf-Wechsel

Damit die Kinderzahnbürste hygienisch bleibt und zuverlässig reinigt, ist ein wenig Pflege nötig. Spülen Sie den Bürstenkopf nach jedem Putzen gründlich unter fließendem Wasser ab und schütteln Sie ihn aus. Bewahren Sie die Zahnbürste aufrecht und offen auf, niemals in einem geschlossenen Becher, denn eingeschlossene Feuchtigkeit begünstigt Bakterienwachstum. Den Griff reinigen Sie gelegentlich mit einem feuchten Tuch, die Ladestation entkalken Sie bei Bedarf.

Der Bürstenkopf sollte spätestens alle drei Monate gewechselt werden — bei Kindern oft früher. Viele Kinder kauen gerne auf den Borsten, wodurch diese schneller ausfransen und an Reinigungswirkung verlieren. Achten Sie auf Indikatorborsten, sofern vorhanden: Verlieren sie ihre Farbe, ist es Zeit für einen neuen Kopf. Ein abgenutzter Bürstenkopf reinigt nicht nur schlechter, sondern kann auch das empfindliche Zahnfleisch reizen.

Häufige Fehler von Eltern

Auch mit den besten Absichten schleichen sich bei der Kinderzahnpflege typische Fehler ein. Wer sie kennt, kann sie leicht vermeiden.

  • Das Nachputzen zu früh einstellen, obwohl es bis zum Schulalter wichtig bleibt
  • Zu viel Zahnpasta verwenden statt einer reiskorn- bis erbsengroßen Menge
  • Direkt nach säurehaltigem Essen oder Saft putzen, statt rund 30 Minuten zu warten
  • Den Bürstenkopf zu selten wechseln, obwohl Kinder ihn schneller abnutzen
  • Zu festes Aufdrücken dulden, das Zahnfleisch und Schmelz schadet
  • Die regelmäßige zahnärztliche Kontrolle aufschieben oder vergessen

Experten-Tipps für gesunde Kinderzähne

Zahnpasta-Menge und Fluorid

Fluorid ist der wirksamste Schutz vor Karies, da es den Zahnschmelz härtet. Entscheidend ist das altersgerechte Verhältnis von Menge und Konzentration: Bei den Kleinsten genügt ein reiskorngroßer Tupfer, ab etwa zwei Jahren eine erbsengroße Menge. Lassen Sie Ihr Kind die Paste nach dem Putzen ausspucken, aber nicht intensiv nachspülen — so wirkt das Fluorid länger. Achten Sie zudem auf einen niedrigen RDA-Wert, da der Schmelz der Milchzähne empfindlicher ist.

Die KAI-Technik etablieren

Die KAI-Methode — Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen — gibt Kindern eine leicht merkbare Reihenfolge. Üben Sie diese Systematik spielerisch, etwa indem Sie die einzelnen Schritte gemeinsam laut benennen. So wird die gründliche Reinigung aller Zahnflächen zur selbstverständlichen Gewohnheit, die Ihr Kind später eigenständig beibehält.

Regelmäßige Zahnarztbesuche

Der erste Zahnarztbesuch sollte spätestens mit dem ersten Milchzahn erfolgen, in der Regel um den ersten Geburtstag. Frühe Termine dienen vor allem der Gewöhnung und nehmen dem Kind die Angst. Danach sind in der Regel halbjährliche Kontrollen sinnvoll. Die Zahnärztin oder der Zahnarzt überwacht die Zahnentwicklung, gibt individuelle Fluoridempfehlungen und erkennt Karies frühzeitig — lange bevor sie zum Problem wird.

Glossar: Wichtige Begriffe der Kinderzahnpflege

Milchzähne
Das erste Gebiss mit 20 Zähnen. Ihr Schmelz ist dünner als der bleibender Zähne, weshalb sie besonders sorgfältige Pflege benötigen.
Fluorid / ppm
Fluorid härtet den Zahnschmelz und schützt vor Karies. Die Konzentration wird in ppm (parts per million) angegeben und sollte zur altersgerechten Menge der verwendeten Zahnpasta passen.
KAI-Methode
Systematische Putzreihenfolge — erst Kauflächen, dann Außenflächen, zuletzt Innenflächen. Sie gibt Kindern eine leicht merkbare Struktur.
RDA-Wert
Der Relative Dentin Abrasion-Wert beschreibt die Abrasivität einer Zahnpasta. Für Kinder eignen sich Pasten mit niedrigem RDA-Wert, da der Milchzahnschmelz empfindlich ist.
IPX7
Schutzart, die kurzzeitiges Untertauchen in Wasser unbeschadet übersteht. Für Kinderzahnbürsten ein wichtiges Merkmal, da sie häufig mit Wasser in Kontakt kommen.

Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Alter kann mein Kind eine elektrische Zahnbürste benutzen?
Die meisten Hersteller empfehlen ihre Kinderzahnbürsten ab 3 Jahren. In diesem Alter können Kinder den Griff halten und die Vibration tolerieren. Wichtig ist, dass Eltern bis zum Alter von 8-9 Jahren immer nachputzen, da die motorischen Fähigkeiten und das Verständnis für gründliches Putzen erst noch entwickelt werden müssen.
Welche Zahnpasta sollte mein Kind mit einer elektrischen Zahnbürste verwenden?
Verwenden Sie eine altersgerechte Kinderzahnpasta mit dem empfohlenen Fluoridgehalt: 500 ppm für Kinder bis 6 Jahre, danach kann auf Juniorzahnpasta mit 1.000-1.450 ppm umgestiegen werden. Die Menge sollte bei Kleinkindern erbsengroß sein. Vermeiden Sie Zahnpasta mit hohem Abriebwert (RDA), da der Zahnschmelz von Milchzähnen dünner ist als bei Erwachsenen.
Muss eine gute Kinderzahnbürste teuer sein?
Nein. Gute elektrische Kinderzahnbürsten gibt es bereits ab ca. 13 Euro. Modelle wie die ETA Sonetic oder die Vitammy Smile Kids reinigen mit sanfter Schalltechnologie genauso zuverlässig wie deutlich teurere Marken-Modelle. Entscheidend sind weiche Borsten, ein altersgerechter Bürstenkopf und ein motivierendes Design — nicht der Preis. App-Funktionen können die Motivation kurzfristig steigern, lassen im Reiz aber meist nach einigen Wochen nach.
Wie bringe ich meinem Kind die richtige Putztechnik bei?
Mit einer elektrischen Zahnbürste ist die Technik einfacher als mit einer Handzahnbürste. Zeigen Sie Ihrem Kind, die Zahnbürste langsam von Zahn zu Zahn zu führen, ohne zu drücken. Der 2-Minuten-Timer mit 30-Sekunden-Signal hilft, alle Bereiche gleichmäßig zu putzen. Putzen Sie parallel mit, damit Ihr Kind die Bewegungen nachmachen kann. Danach immer nachputzen — besonders die Kauflächen und die Innenseiten der Zähne.
Wie oft sollte der Bürstenkopf bei Kinderzahnbürsten gewechselt werden?
Auch bei Kinderzahnbürsten gilt: Alle 3 Monate den Bürstenkopf wechseln, bei sichtbarem Verschleiß auch früher. Kinder kauen häufiger auf dem Bürstenkopf, was zu schnellerem Verschleiß führt. Achten Sie auf die Indikatorborsten — wenn sie ihre Farbe verlieren, ist es Zeit für einen neuen Kopf.
Sind Schallzahnbürsten oder Rotationszahnbürsten besser für Kinder?
Für Kinder sind Schallzahnbürsten in der Regel die schonendere Wahl. Sie arbeiten mit hochfrequenten Schwingungen und erzeugen eine reinigende Flüssigkeitsströmung, die auch ohne starken Druck zwischen den Zähnen und am Zahnfleischrand wirkt. Rotationszahnbürsten reinigen mit ihrem kleinen runden Kopf ebenfalls sehr gründlich, üben aber mehr direkten Druck aus — hier ist ein Drucksensor sinnvoll. In der Praxis greifen viele Eltern zur Schallzahnbürste, weil sie leiser und sanfter ist. Wichtiger als die Technologie sind jedoch extra weiche Borsten und ein altersgerecht kleiner Bürstenkopf.
Wie viel Zahnpasta sollte mein Kind verwenden?
Die richtige Menge hängt vom Alter ab: Bei Kindern bis zum zweiten Geburtstag genügt ein reiskorngroßer Tupfer, von zwei bis sechs Jahren eine erbsengroße Menge. Wichtiger als die Menge ist der altersgerechte Fluoridgehalt, der den Schmelz härtet und vor Karies schützt. Lassen Sie Ihr Kind die Zahnpasta nach dem Putzen ausspucken, aber nicht intensiv nachspülen, damit das Fluorid länger wirken kann. Achten Sie zudem auf einen niedrigen RDA-Wert, da der Schmelz von Milchzähnen empfindlicher ist.
Mein Kind wehrt sich gegen das Zähneputzen — was kann ich tun?
Putz-Verweigerung ist in bestimmten Phasen völlig normal. Machen Sie das Zähneputzen zu einem festen, ruhigen Ritual statt zu einem Kampf. Lassen Sie Ihr Kind die Zahnbürste oder das Design selbst auswählen, putzen Sie gemeinsam vor dem Spiegel und nutzen Sie einen Timer, ein Lied oder eine kleine Geschichte von Zahnmonstern, die weggeputzt werden. Loben Sie konsequent und arbeiten Sie bei Bedarf mit einem Sticker-Belohnungskalender. Bleibt die Verweigerung hartnäckig, hilft oft ein Wechsel der Tageszeit oder ein Gespräch mit der Zahnärztin oder dem Zahnarzt.
Ab wann sollte mein Kind zum ersten Mal zum Zahnarzt?
Der erste Zahnarztbesuch sollte spätestens mit dem Durchbruch des ersten Milchzahns erfolgen, in der Regel also um den ersten Geburtstag herum. Frühe Kontrolltermine dienen weniger der Behandlung als der Gewöhnung: Ihr Kind lernt die Praxis ohne Druck kennen und entwickelt keine Angst. Die Zahnärztin oder der Zahnarzt kontrolliert die Zahnentwicklung, gibt individuelle Pflege- und Fluoridempfehlungen und erkennt frühzeitig Probleme. Danach sind in der Regel halbjährliche Kontrolltermine sinnvoll.

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